Aktuelles


Erfahrungsaustausch für Eltern mit psychischer Erkrankung

 

In den Beratungsprozessen der Beratungsstelle PfiF wurde häufig der Wunsch geäußert einen Rahmen zu haben, wo sich psychisch erkrankte Eltern minderjähriger Kinder treffen und untereinander austauschen können. Seit einigen Wochen existiert nun eine Elterngruppe, die sich aktuell 14-tägig trifft.

 

Das Gruppentreffen bietet die Möglichkeit sich in entspannter Runde über die schönen, aber auch die anstrengenden Seiten des Elterndaseins auszutauschen, Erfahrungen zu teilen, Gemeinsamkeiten zu finden, über gemeinsame Themen oder Belastungen ins Gespräch zu kommen und sich darüber ein wenig kennenzulernen.

 

Die nächsten Treffen finden statt am:

 

  1. Montag, 10.06.2024 und 24.06.2024. Näheres unter Neuigkeiten

 

Im Bereichch Neuigkeiten findet sich auch eine Einladung für ein "Eltern-Kind-Treff" für Eltern mit Kindern bis 3 Jahren!!!

 

Hilfen und Unterstützung für Familien mit Kindern zum Thema psychische Erkrankung

  • Beratung von Eltern minderjähriger Kinder in außergewöhnlichen psychischen Belastungssituationen
  • Beratung von psychisch kranken Eltern minderjähriger Kinder
  • Beratung von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern psychisch erkrankt sind und die unter Ängsten, Schuld- und Schamgefühlen, Einsamkeit oder Gefühl anders zu sein, leiden
  • Beratung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die befürchten, selbst psychisch krank zu werden
  • Information zu ärztlichen (sozial)psychiatrischen, psychologischen Behandlungen für Erwachsene und Hilfen für Kinder und Jugendliche
  • Vermittlung und bei Bedarf auch Begleitung zu den passenden Anlaufstellen und zuständigen Einrichtungen bzw. Institutionen des Hilfesystems

Fach- und Hilfskräfte, die im beruflichen oder privaten Kontext, Kontakt zu psychisch erkrankten Eltern oder deren Kindern haben, können sich unverbindlich bei uns beraten.

 

Die Beratung ist für alle, die sich an uns wenden, kostenlos und vertraulich.


Ich glaube meine Mutter, mein Vater, meine Eltern, sind psychisch krank, haben eine Psychose, eine Depression, sind suchtkrank, alkoholabhängig, drogensüchtig…

Eines vorweg: Du bist nicht schuld! Kein Kind kann seine Eltern krank oder abhängig machen!

Du bist auch nicht allein. Vielen anderen Kindern oder Jugendlichen geht es wie Dir.  Auch sie sind traurig, verzweifelt oder auch wütend und enttäuscht. Das ist auch völlig ok. Nichts wofür Du Dich schämen musst.


Was kann ich tun?  Wer kann mir helfen?

Darüber darf man sprechen! Und es ist gut darüber zu sprechen. Mit jemandem dem Du vertraust oder z.B. mit Leuten in einer Beratungsstelle wie dieser hier.

Die Beratungstelle Pfif ist als Anlaufstelle gedacht für Kinder und Jugendliche, deren Eltern  psychisch krank oder suchtmittelabhängig sind. Hierbei brauchen wir keine ärztliche Diagnose oder andere Formalitäten zu beachten, sondern es reicht aus, wenn Du der Meinung bist, dass Du unsere Hilfe in Anspruch nehmen willst. 
Mit uns kannst Du auch anonym am Telefon sprechen oder per E-mail Fragen stellen. Ruf gerne an oder  schreib eine Mail, dann können wir auch einen Termin für ein persönliches Treffen vereinbaren, wenn Du das möchtest.


Depression und Kinder, Psychose und Kinder, Borderline und Kinder, Psychisch krank und Kinder... wer hilft?

 

Pfif ist ein Angebot für Eltern, welche Rat und Hilfe suchen mit einer psychischen Erkrankung oder Suchtmittelabhängigkeit im Kontext der Familie umzugehen. Die Krankheit kann sowohl die eigene Person betreffen, als auch die eines anderen  nahes Familienmitgliedes. Gemeinsam sprechen wir mit Ihnen über Ihre Situation und über mögliche Auswirkungen der psychischen Erkrankung auf Ihre Familie und Ihre Kinder. Wir helfen Ihnen dabei, einen adäquaten Umgang mit der Krankheit zu finden. Sie können mit uns in der Beratungsstelle oder aber auch in Ihrer gewohnten häuslichen Umgebung sprechen. Sie entscheiden, wer an den Gesprächen teilnehmen soll. So kann es hilfreich sein, Partner und Kinder mit einzubinden. Sollten wir im gemeinsamen Prozess feststellen, dass unsere Beratung und Begleitung Sie nicht ausreichend entlastet, überlegen wir, welche weiteren professionellen Hilfen Ihre Situation verbessern können. Wir arbeiten eng mit den verschiedenen Anbietern und Trägern von weiteren psychosozialen Hilfen zusammen. Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung  und sind weiterhin  Ihr Ansprechpartner. Gerne helfen wir Ihnen bei der Suche nach einem Arzt/Therapeuten und nach einer passenden Therapie.

 

Wie sag ich's meinem Kinde? Wie erkläre ich meinem Kind, meine psychische Erkrankung?


Eltern möchten nur das Beste für ihr Kind und versuchen oft die psychische Erkrankung vor diesem zu verbergen, um es nicht damit zu belasten.

Aber unsere Kinder beobachten uns sehr genau und bekommen immer mehr mit, als wir denken. Wenn wir ihnen nichts erklären versuchen sie mit all ihrer Fantasie eigene Erklärungen für die Dinge zu finden die sie nicht verstehen. Wenn wir es ihnen nicht erklären, wissen die Kinder nicht, dass es sich um eine Erkrankung handelt. Nicht selten suchen sie die Schuld für Krankheitssymptome, die sie bei ihren Eltern wahrnehmen bei sich selbst, da sie keine bessere Erklärung finden.

Neben diesem gibt es noch weitere gute Gründe, mit den Kindern offen über die eigene Erkrankung zu reden, sie ihnen zu erklären.

Das fällt natürlich nicht leicht. Wir helfen Ihnen gern, dies vorzubereiten oder sich grundsätzlich mit der Frage zu beschäftigen, wie sie mit Fragen Ihrer Kinder umgehen können. Auf Wunsch begleiten wir Sie auch in einem Gespräch mit Ihren Kindern.


Unsere Beratungsformate

Unsere Beratungen sind persönlich, an unserem Standort im Königstor in Kassel aber auch ibei Ihnen zu Hause möglich. Sie können anonym über die Chatfunktion unserer Homepage in Anspruch genommen werden und auf Wunsch ist auch eine Videoberatung über MS Teams möglich.

 

Unsere Beratungsgrundsätze

Unsere Beratungen sind anonym und vertraulich. Unsere Berater:innen unterliegen allesamt der beruflichen Schweigepflicht. Als Beratungs- und Präventionsstelle unterliegen wir keiner Anzeigepflicht bei den Ämtern oder Behörden, weder beim Jugendamt, noch bei der Polizei, noch bei dem Gesundheitsamt. Einzige Ausnahme hierbei ist eine akute Selbst- und/oder Fremdgefährdung.
Wir beraten immer Betroffenenparteilich, das bedeutet, dass wir immer im Sinne der/des Ratsuchenden beraten.